Arbeitskreise bei den 24. Horber Schienen-Tagen


Arbeitskreis Infrastruktur in Frankreich

Staatliches Bekenntnis zur Infrastruktur für das Überleben der Bahnen Vorraussetzung

Der Arbeitskreis zur Infrastruktur in Frankreich hatte ganz allgemein die Aufgabe, etwas Wissen über die Bedingungen zu vermitteln, die den Schienenverkehr in Frankreich prägen. Auf besonderes Interesse der teilnehmer stieß dabei die Aufgabenteilung zwischen dem Staatsbetrieb RFF (Régie) als Besitzer und Betreiber der Infrastruktur und der im staatlichen Besitz befndlichen Bahngesellschaft SNCF als Nutzer der Infrastruktur.

Kurz gefasst lauten die Erkenntnisse des Arbeitskreises:

Weiter befasste sichder Arbeitskreis mit den unterschiedlichen Anforderungen je nach Zweck einer Eisenbahnstrecke. Damit zusammenhängend wurden Unklarheiten in der Aufgabenteilung der verschiedenen staatlichen Ebenen (Bund, Länder, kommunale Aufgabenträger) analysiert. Hier müssen ebenso wie bei den Finanzierungsregelungen unter Beachtung des Konnexitätsprinzips klare Strukturen geschaffen werden. Im Straßenbau beispielsweise ist dieses Problem gelöst. der Arbeitskreis stellt fest:


Arbeitskreis Obus

Obus in Horb - "Schienen am Himmel" oder die Zukunft der Stadtbusse

Oberleitungsbusse gibt es in deutschland nur noch bei drei Verkehrsbetrieben. Im Ausland ist dieses System wesentlich öfter im Einsatz. Einer der deutschen Betriebe befindet sich in der Stadt Esslingen, er war Ziel der Auftaktexkursion. Folgende Schwerpunkte wurden im Arbeitskreis behandelt:

Darauf aufbauend ging es um mögliche Maßnahmen zur Stärkung der Aufmerksamkeit für den Obus. Seine ökologischen und ökonomischen Vorteile machen ihn international zu einem zukunftsweisenden System. Der Arbeitskreis empfiehlt deshalb, das Thema Obus bei den Horber schienen-Tagen regelmäßig zu behandeln.


Arbeitskreis Bahnhof

Die Bedeutung der Bahnhöfe

Die Probleme aus Fahrgastsicht sind vielseitig und fordern in der Regel Einzelbetrachtungen.

Allen Problemen ist aber gemeinsam, daß für eine nachhaltige Lösung die Herauslösung der Infrastruktur (dazu gehören auch die Bahnhöfe) aus dem DB-Konzern erforderlich ist.


Arbeitskreis Güterverkehr

Zum so genannten Gigaliner empfiehlt der Arbeitskreis eine aktive Diskussion und Argumentation. Sie soll die mit diesem Fahrzeug verbundenen Gefahren und Belastungen für die Allgemeinheit verdeutlichen und auf wettbewerbliche, städtebauliche und straßenbauliche Folgen eingehen.

Als Thema der nächsten orber Schienen-Tage wird das Problem der nicht ausreichenden Hinterlandanbindung der Seehäfen empfohlen.


Arbeitskreis Staatliches Bekenntnis zur Infrastruktur für das Überleben der Bahnen Vorraussetzung

Den ständig zu hörenden Rufen "Mehr Verkehr auf die Schiene" und "Nur die Schiene kann unsere Autobahnen entlasten" setzt eine entsprechende Infrastruktur vorraus. Dazu bedarf es aber nicht Lippenbekenntnissen, sondern Gesetzesinitiativen, die bei knappen Finanzen durchaus mancher Träumerei ein Ende setzen werden. Ein Hoffen auf die DB AG ist keine Politik" "Der Bund muß die volle finanzielle Verantwortung für die Erhaltung und den Ausbau der Schienenwege übernehmen. ... Das Schienennetz ist - wie die übrige Verkehrsinfrastruktur - aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu finanzieren. Die Bahnen müssen mindestens so weit von Trassenkosten entlastet werden, daß sie ... wettbewerbsfähig bleiben", so Norbert Hansen, TRANSNET, 2001. Sehr richtig, Herr Hansen, aber bitte aus der Sicht des Steuerzahlers mit klarer staatlicher Vorgabe und Trennung zwischen staatlichen Vergaben und privater Ausführung der Aufträge!


Arbeitskreis Bahen und Kinder

Nicht nur die Horber Schienen-Tage kämpfen mit dem Problem, daß junge Teilnehmer und engagierte Mitarbeiter ehrenamtlicher Initiativen nicht einfach zu finden sind. Um aber effektive Ergebnisse und Meinungen zu finden braucht es Nachwuchs. Um Wege zu finden, diesen gesuchten nachwuchs für die Thematik des Schienenverkehrs zu begeistern wurde dieser Arbeitskreis bereits das zweite Jahr veranstaltet.

Es wurde eine "Mobilitätskompetenz" der Jugend auch im Hinblick auf die Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel für wünschenswert gehalten. Geschieht dieses bereits seit Jahren im Bereich des Indiviualverkehrs durch die Verkehrserziehung an den Schulen so kommt der öffentliche (Nah-)Verkehr immer wieder zu kurz - was nicht weiter verwunderlich ist wenn man bedenkt, daß ein Großteil der Eltern ebenfalls diesen nicht beziehungsweise nur selten einsetzen.

Die vordringliche Frage war aber, die eigene Aufmerksamkeit der Kinder und Jugendlichen für das Verkehrsmittel Schiene zu wecken.

In diesem Zusammenhang darf man sich nicht nur auf Kinder konzentrieren, denn es geht bekanntlich viel gewonnener Boden verloren sobald Jugendliche durch einen Führerschein für Moped oder Auto neue Freiheiten für sich entdecken kann. Attraktive Angebote seitens der Bahn fehlen. Und wer als Kind und Jugendlicher überfüllte Schulbusse oder Züge voller Schüler erlebt hat ist später nur schwer für den öffentlichen verkehr zu begeistern.

Es reicht nicht nur für ferienreisen zu werben denn das Verkehrssystem schiene muß als Verkehrsmittel für den Alltag als selbstverständlich und benutzbar angesehen werden.

Dies ist aber durch reine Aufklärung über Umweltproblematiken nicht zu erreichen. Ein gehbarerer Weg ist die Begeisterung durch erlebte Erfahrungen aufzubauen. Nur dies wird in Zeiten einer Bahn, die sich mehr auf einen möglichen Börsengang als auf ihre Kunden konzentriert immer schwieriger. Vor allem, weil es wichtig ist, daß die Leute, die den Jugendlichen das Verkehrsmittel Schiene nahe bringen sollen selber auch davon überzeugt werden können.

Konsens bestand darin, daß es wenig Sinn macht die Verkehrsmittel gegeneienander auszuspielen. Wer sich auf einen Führerschein freut wird sich nicht zum Bahnbenutzer umwandeln lassen in dem man ihm daa Auto madig macht. Wichtig ist daher jedes Verkehrsmittel mit seinen Vor- und Nachteilen zu zeigen und den Jugendlichen die freie Wahl zu lassen.


"Wünsche genügen nicht"

Dem Arbeitskreis "Eine Woche vor Weihnachten - Wünsche genügen nicht" wurde als Thema die Aufarbeitung der Diskussion zu aktuellen Themen vorgegeben. Darauf aufbauend sollte die Resolution vorbereitet werden. Kernpunkte hierfür sind aus Sicht des Arbeitskreises:


Arbeitskreis Fahrzeuge

Das Thema Fahrzeuge war dieses Jahr mit zwei Vorträgen vertreten: Die Firma Siemens berichtete über den Weltrekord mit der schnellsten Lokomotive vom Typ ES 64 U4 im September 2006, während der zweite Vortrag den Titel "Langsamkeit als Verkaufsargument" trug. Beide so unterschiedlichen Vorträge zeigen auf, daß die Rad-Schienen-Technik noch viele Reserven bietet.

Das Thema Ausschreibun und Fahrzeugkonzepte bestimmte die weitere Diskussion. In vielen Fällen kann die ndustrie den Eisenbahnbetrieben nicht die maßgeschneiderten Fahrzeugkonzepte anbieten, die Vorraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung um die ausgeschriebenen Verkehrsleistungen wären. Betroffen hiervon sind insbesondere kleine EVU2, die nur geringe Stückzahlen benötigen.

der AK Fahrzeuge sieht Handlungsbedarf auf beiden Seiten: Die Fahrzeugindustrie muß bei der Fahrzeugentwicklung "Plattformen" entwickeln, die es erlauben, mit einem Grundkonzept möglichst viele Anforderungen zu erfüllen. Die Betreiber wiederum müßten mit abgestimmten technischen Spezifikationen oder sogar einem gemeinsamen Pflichtenheft den Weg zu einem preisgünstigen Wunschfahrzeug ebnen. Angesichts der Konkurrenzsituation zwischen den Betreibern scheint es zweckmäßig, wenn Unabhängige, beispielsweise Verbände wie der VCD oder Aufgabenträger hier koordinierend tätig werden.



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