Politik zu Gast in Horb

Stuttgart 21 - Pro und Contra

Die Diskussion um Stuttgart 21 wurde auf den Horber Schienen-Tagen immer wieder geführt. Obwohl das Thema stark emotional besetzt ist, war es möglich, eine sachkundige und sachliche Diskussion zu führen.

Vortrag und Diskussionsrunde während der Tagung Vortrag Stuttgart 21
Photo Cosima Pareik
Bereits 1997, als das Projekt der Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofs zum Thema wurde, haben die Horber Schienen-Tage gemeinsam mit der Stadt Horb zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen, auf der Pro und Contra zur Sprache kamen.

Die darauffolgende langwierige und kontroverse Diskussion hat die Teilnehmer der Horber Schienen-Tage immer wieder beschäftigt. Die Auswirkungen des Projekts auf die Verkehrserschließung der Region um Stuttgart und insbesondere auf den Regionalverkehr auf der Schiene sowie Aspekte der Finanzierung und des Nutzens für den Fernverkehr wurden in Vorträgen immer wieder angesprochen.

Stuttgart liegt auf der Magistrale Paris - Budapest, auch hier spielt der Bahnhof Stuttgart, mehr aber noch die geplante Neubautrasse über die schwäbische Alb eine Rolle.

Als sich 2007 nach fast zehnjähriger Diskussion immer noch keine abschließende Meinung abzeichnete und Beschlußfassungen mehrfach verschoben wurden, waren die Fraktionen des Landtags eingeladen, ihre Sicht der Dinge vorzustellen. Die Parlamentarier Winfried Scheuermann (CDU) und Boris Palmer (B90/Grüne) diskutierten vor den Teilnehmern engagiert das Pro und Contra. Diese Diskussion setzte sich auf der anschließenden Pressekonferenz fort.

Zusammenfassend ist festzustellen, unter dem Sammelthema Stuttgart werden drei unterschiedliche Projekte diskutiert:

Boris Palmer (MdL), Winfried Scheuermann (MdL) und Rudolf Barth (v.l.n.r.) Pressekonferenz
Photo Cosima Pareik
Die Gruppen, die sich an der Diskussion um Stuttgart 21 beteiligen, werten diese Projekte durchaus unterschiedlich. Bei der Pressekonferenz wurde zudem deutlich, daß für Stuttgart 21 noch kein konkretes Betriebskonzept erarbeitet wurde.

Klar wurde: Die im regionalen Taktverkehr notwendige Kapazität wird wegen der Reduzierung der Bahnsteigkanten nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit der Tieferlegung des Bahnhofs und der Reduzierung der Bahnsteigkanten kann Stuttgart kein Knotenbahnhof im integralen Taktverkehr mehr sein. Alle Kapazitätsberechnungen gehen von Durchschnittswerten aus, die im Taktknoten notwendigen Spitzenkapazitäten sind nicht länger vorhanden.

Offen blieb auch, inwieweit und mit welchen Teilmaßnahmen Stuttgart 21 für den vertakteten Fernverkehr Vorteile bringt. Wie auch an anderen Stellen in Deutschland gibt es hierzu keine Untersuchungen. Diese Problematik wurde im Vortrag von Oskar Stalder zum Vorgehen der SBB beim Konzept Bahn 2000 deutlich, der im Tagungsband der 24. Horber Schienen-Tage ebenfalls nachzulesen ist.


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