33. HST: Resolution der 33. Schienen-Tage

Pressemeldung: Resolution der 33. Horber Schienen-Tage: Lärm, Regelungswut und künstliche Barrieren gefährden die Bahn

23. November 2015

Zum Abschluss der 33. Horber Schienen-Tage haben die Tagungsteilnehmer die Resolution verabschiedet. Die Resolution weist auf zu lösende Herausforderungen für die Zukunft des Schienenverkehrs hin: Lärm, Regelungswut und künstliche Barrieren gefährden die Zukunft des erfolgreichen Verkehrsmittels Bahn.

Während der vergangenen 33. Horber Schienen-Tagen von Mittwoch bis Sonntag konnten die rund 150 Teilnehmer in zahlreichen Vorträgen namhafter Referenten über das Thema "Schienenverkehr - Zukunft oder Auslaufmodell?" informieren und debattieren.

Die Resolution erhalten die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, verbunden mit der Bitte, die Lösung der Probleme voranzutreiben, damit der umweltfreundliche und schadstoffarme Schienenverkehr in Deutschland eine Zukunft hat.

Den Verbänden, Wissenschaftlern, Medien, verkehrspolitisch Interessierten, weiteren politischen Gremien und der Bahnindustrie wird die Resolution als Arbeitspapier zur Verfügung gestellt.

Die sinnvolle Weiterentwicklung der Eisenbahn in Deutschland und Europa, auch im Hinblick auf eine nachhaltige Mobilität, bleibt das Ziel der Horber Schienen-Tage. Weitere Informationen zu den Horber Schienen-Tagen sind auf den Webseiten unter http://horber.schienen-tage.de/ verfügbar. Die Horber Schienen-Tage sind die größte deutschsprachige Tagung zu allen Aspekten des Schienenverkehrs für beruflich oder ehrenamtlich in diesem Bereich Tätige. Sie wurden unter anderem mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet und finden dieses Jahr vom 18.-22. November 2015 in Horb am Neckar (südlich Stuttgart) und Kehl (am Rhein) statt.

Hier die Resolution im Wortlaut:

Lärm, Regelungswut und künstliche Barrieren gefährden die Bahn

Lärm

- Beobachtung: Lärm ist Akzeptanzfaktor für jedes Verkehrsmittel - Früherer Vorsprung der Eisenbahn ist weitgehend verlorengegangen - Konsequente Lärmvermeidung ist notwendig - Selbstverpflichtung zum Ersatz lärmender Güterwagenbremsen bis 2020 muss umgesetzt werden (siehe auch Koalitionsvertrag), anschließend ist Verbot lärmender Bremsen sinnvoll - Fahrverbote für Güterzüge oder ähnliche Maßnahmen sind nicht sinnvoll und führen lediglich zum Verdrängen auf andere Verkehrsträger mit schlimmeren Umweltauswirkungen

Regelungswut und künstliche Barrieren strangulieren die Schiene

- Das System Schiene ist im Vergleich zu Straße und Fernbus mit deutlich mehr Bürokratie belastet, beispielsweise durch übertriebene TSI-Normen - Fortlaufende neue Regeln ohne Nutzen erschweren den Bahnbetrieb, Abbau unnötiger Regeln sinnvoll - Regelungsdichte und Kontrollintensität zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln sollten angeglichen werden - Komplexe und teure Abläufe bei der Infrastruktur verhindern Verkehrsverlagerung auf die Schiene - Stetig steigende Kosten durch DB Netz und DB Station+Service gefährden strukturell die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene - Dichtere Takte auf der Schiene sollten gefördert werden, indem nur die entstehenden Mehrkosten zu zahlen sind - Infrastruktur muss für Fahrgäste und Güterkunden da sein und unabhängig vom Eigentümer/Betreiber für alle nutzbar sein, die Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen sind Mittler - Transparenz, durchschaubare Abläufe und Öffentliche Kontrolle der natürlichen Monopole (Infrastruktur) sind notwendig, und bieten die Chance, gegen die hier dargestellten Fehlentwicklungen besser anzugehen.

Die Teilnehmer der 33. Horber Schienen-Tage

Verantwortlich und für Rückfragen: Andreas Barth


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