Wir wünschen allen Freunden der Horber Schienen-Tage ein friedliches und erfolgreiches Jahr 2018
Fachexkursion Eisenbahn in Tunesien
Die Nord-Süd Strecke im Landesinneren
 

Die Nord-Süd Strecke durchquert alle Vegatationszonen vom immergrünen Norden bis an den Rand der Wüste. Entsprechend vielfältig sind die Eindrücke, die der Bahnreisende sammeln kann. Die Strecke verläuft oft abseits der Straße und erschließt ein sonst nur schwer zugängliches Gebiet.

Bei der Fachexkursion fuhren die Teilnehmer am Montag, 25. Februar mit dem Frühzug von Tunis aus im Landesinneren bis Le Sers. Dieser Zug fährt weiter nach Süden über Dahmani bis Kalaa Khasba. Zwei weitere Zugpaare fahren bis Dahmani, ein viertes bedient die Zweigstrecke nach Le Kef. Auch ganz im Süden gibt es seit kurzem wieder Personenverkehr, ein Zugpaar täglich zwischen Metlaoui und Moulares.

Im Güterverkehr herrscht teilweise richtig lebhafter Betrieb. Der aus Kalaa Khasba kommende Personenzug fuhr in Faj Ettamer parallel zu einem Güterzug auf der Stichstrecke aus den Bergbaugebieten ein.

Im Bahnhof warteten bereits zwei Güterzüge (einer nordwärts, einer südwärts) und auf dem fünften Gleis rangierte ein Bauzug.
 
Die Nord-Süd Strecke wird für eine Streckengeschwindigkeit von 100 km/h ertüchtigt und wo nötig auch neu trassiert. Brücken, die den steigenden Anforderungen nicht gewachsen sind, werden ersetzt oder parallel neu gebaut. Baufahrzeuge und Züge mit Baumaterial sind immer wieder zu beobachten.

Auch in dem Abschnitt ohne Personenverkehr, zwischen Kalaa Khasba und Moulares, gibt es ebenso wie auf den anschließenden Stichstrecken regelmäßigen Güterverkehr. Gerüchte, ein Teil der Strecke sei außer Betrieb, treffen nicht zu.

Sicher war die Bahn in der Vergangenheit stärker gefordert. In der alten Bergbaustadt Moulares ist sie noch lebendig, sei es mit Bildern der Bergwerke oder mit einer als Denkmal abgestellten Grubenlokomotive. Heute herrscht der weniger personalintensive Tagebau vor, er ist einerseits rentabler, andererseits in einer Region ohne viele Arbeitsplätze auch ein Problem.

Etwas weiter nördlich sind im Bahnhof Thelepte auf derzeit nicht genutzen Gleisen seit Jahren Güterwagen z-gestellt. Die klassischen Güterwagen und kurzen Zweiachser für Container wirken gut erhalten, in der trockenen Luft der Halbwüste verfallen sie nicht so leicht wie beispielsweise bei uns. Ob sie, wie vom Personal behauptet, eines Tages in der Schrottpresse landen oder ob sie wieder in Betrieb genommen werden, wer kann das sagen?
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© Horber Schienen-Tage
Kartographie: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Photos, Text und Gestaltung: Rudolf Barth


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