Presseschau der 25. Horber Schienen-Tagen

Auf dieser Seite haben wir Presseberichte gesammelt, die über die Horber Schienen-Tage verfasst wurden.


 

aus: SÜDWEST PRESSE HORB vom 4. Mai 2007

Da steckt immer noch Zug dahinter

Die Horber Schienentage, von Kurt Bielecki aufs Gleis gehoben, sind 25 Jahre alt

SÜDWEST PRESSE HORB vom 4. Mai 2007
© SÜDWEST PRESSE HORB, 4. Mai 2007

Kurt Bilecki † Kurt Bilecki
Photo SÜDWEST PRESSE HORB
Ein Vierteljahrhundert Bahnpolitik, diskutiert in Horb – das begeistert auch Oberbürgermeister Michael Theurer. Der OB erinnert sich noch gut daran, wie er das erste Mal an den Horber Schienentagen teilnahm, die damals noch im Steinhaus in der Hirschgasse untergebracht waren, nachdem der „Lindenhof“ am Bahnhof zu klein geworden war. Zu einer Zeit, da der umweltpolitische Aspekt in Punkto Schiene gerade ins Gespräch kam, der ICE eben erst eingeführt worden war und immer wieder im Raum stand, ob es nicht sinnvoller sei, Bahnstrecken wie die von Freudenstadt nach Eutingen einfach still zu legen. „Jetzt, 25 Jahre nach den ersten Schienentagen, ist diese Strecke elektrifiziert“, sagt Theurer, sinniert kurz und verrät: „Alles, was ich an Wissen über den Schienenverkehr hatte, bevor ich mich politisch in der Sache engagiert habe, habe ich bei den Schienentagen gelernt. Und mit dem Wissen lässt sich ganz hervorragend diskutieren.“

Ob Streckenausbauten oder die Entwicklung der Bahncard – die Horber Schienentage waren ihrer Zeit meist voraus. Was immer sich im europäischen und vorrangig natürlich im deutschen Schienennetz tat und tut – in Horb hat man das schon längst durchdiskutiert und richtungsweisende Impulse gegeben. So zum Beispiel auch in Richtung Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Bahn durch Anwendung des halben Mehrwertsteuersatzes im Fernverkehr. „Das haben die Schienentage schon vor mehr als neun Jahren gefordert“, erzählt Barth, der in dieser Sache ein wenig recherchiert und – schließlich feiern die Schienentage Jubiläum – die Resolutionen der vergangenen Jahrzehnte durchgegangen ist. Bahnchef Hartmut Mehdorn hingegen, erklärt Barth, habe die Idee mit der geringeren Besteuerung nun kürzlich erst für sich entdeckt.

Die Horber Schienentage sind was sie sind; eine Mischung aus dieser speziellen Tradition, die Bahnliebhabern gern eigen ist, gepaart mit Offenheit für Neues. Offen auch für alle Menschen, die sich für die Zukunft der Schiene interessieren, seien sie beruflich oder ehrenamtlich in der Verkehrspolitik oder im Schienenverkehr tätig. Seit 25 Jahren bieten sie alljährlich ein Forum für gut 200 Teilnehmer, die sich – woher sie auch kommen mögen – auf gleicher Augenhöhe begegnen, austauschen und aneinander wie miteinander wachsen können.

Viele sind von Beginn an dabei, jedes Jahr stoßen neue Teilnehmer hinzu. Passend dazu – und natürlich auch des Jubiläums wegen – lautet das Thema der diesjährigen Veranstaltung, die vom 21. bis 25. November geplant ist: „Die Eisenbahn – vor 25 Jahren – in 25 Jahren“. Unter diesem Thema soll nicht nur die Entwicklung innerhalb Deutschlands, sondern in ganz Europa nachgezeichnet werden. Schwerpunkte wollen die Organisatoren bei den Themen „Innerdeutsche Grenzöffnung“, „Bahnreform“ und „zusammenwachsendes Europa“ setzen. Um sich ein Bild davon zu machen, was sich seit 1983 im Schienennahverkehr im Landkreis Freudenstadt getan hat, werden bei einer Exkursion die hiesigen Strecken erkundet. Außerdem geht‘s einen Nachmittag zur Hohenzollerischen Landesbahn.

Ihren Anfang hatten die Horber Schienentage, die bundesweit nahezu einzigartig sind, 1983, als sich auf Initiative des mittlerweile verstorbenen Horbers Kurt Bielecki ein kleiner Kreis Interessierter traf, um die Sorge über den Zustand der Deutschen Bundesbahn zu teilen. Bereits 1988 wurden die Horber Schienentage mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet, eine weitere offizielle Anerkennung gab‘s beim Wettbewerb zur Auszeichnung lokaler Bürgerinitiativen im Jahr 2004.

Zum 25. Jubiläum will Christoph Bielecki, Sohn des Veranstaltungs-Initiators, eine Ausstellung zeigen, die die Entwicklung der Horber Schienentage im Kontext der Entwicklungen in den vergangenen 25 Jahren beleuchtet. „Hierfür“, sagt Rudolf Barth, „suchen wir noch Material wie Bilder, Artikel oder Erinnerungsstücke“. Auch die Stadt will in diesem Jahr natürlichen ihren Beitrag leisten und richtet gemeinsam mit dem Landkreis Freudenstadt einen Empfang für die Tagungsgäste aus. In der Horber Berufsschule, so OB Theurer, sollen die Besucher in gemütlicher und feierlicher Atmosphäre auf das Vierteljahrhundert Schienentage anstoßen können. Theurer: „Wir freuen uns, dass diese Veranstaltung noch immer in unserer Stadt ist, den Namen Horb im Namen trägt und uns somit in ganz Deutschland bekannt macht.“

INFO Wer sich mit einem Vortrag an den 25. Horber Schienentagen beteiligen möchte, sollte sich bis 29. Juni mit dem Tagungsbüro der Horber Schienentage, Postfach 2 40, 83089 Bad Endorf in Verbindung zu setzten. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter http://horber.schienen-tage.de

HORB (ik). Wie wird sie in 25 Jahren wohl aussehen, die Eisenbahn? Mit dieser, aber auch mit vielen anderen Fragen wollen sich die kommenden Horber Schienentage beschäftigen, die heuer ihr 25. Jubiläum feiern. Chef-Organisator Rudolf Barth ist nun auf der Suche nach ehrenamtlich oder beruflich engagierten Bahnern, die sich bei den Plenumsveranstaltungen im November mit einem Vortrag einbringen.



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