1997 & 2015 setzten sich in Schleswig-Holstein von Bürgern entwickelte Zielfahrpläne im Wettbewerb gegen offizielle Pläne durch. In einer netzweiten Untersuchung des Landes kam der Zielfahrplan des D-Taktes trotz zusätzlicher Linien nicht über eine Reduzierung von 2% der Verkehrsemissionen hinaus. Daher erörterten Experten auf zwei Wochenendseminaren, wie neue Zielfahrpläne zu entwickeln und deren zu erwartende Viellzahl miteinander anhand nachvollziehbarer Kriterien zu vergleichen wären.
Die zentralen Grundlagen: Netzweit minimal 30'-Takte; 10-Takte für Hauptstrecken & in Metropolen die Vernetzung abseits des Hauptbahnhofes als bessere Entlastung für die Engpässe im Vergleich zu zentralen Innenstadtgroßprojekten. Die beispielhaften Zielfahrpläne für Norddeutschland inklusive regionaler Neubaustrecken sind auch für andere Metropolen interessant und fordern den Zielfahrplan des D-Taktes zum "Wettbewerb der Fahrpläne" heraus.
Holger Busche hat als promovierter Geophysiker für die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover, an der Universität von Auckland, Neuseeland sowie bei Baker Hughes auf den Bohrinseln dieser Welt gearbeitet. Seine starker Hintergrund im Energiebereich verbindet sich optimal mit dem 1991 begonnenen Engagement für den Fahrgastverband PRO BAHN.
Bereits 1994 entwickelte er die "PRO BAHN Konzepte". Nach dem Hauptwerk "Der letzte Fahrplanwechsel" von 1997 verkehren mittlerweile fünf Bahnlinien in Schleswig-Holstein. 2000 war er an der Entwicklung der Ausgabe für den bundesweiten Fernverkehr und 2015 am Wettbewerb um den Zielfahrplan Kiel - Lübeck maßgeblich beteiligt.
Bereits 1998 veröffentlichte er die erste Berechnung zu wasserstoffgetriebenen Zügen. Seit der 7. International Hydrail Conference engagiert er sich international auf diesem Gebiet und konnte sie auch 2014 und 2019 nach Deutschland holen.
Holger Busche ist seit 2013 Referent für Energie und Verkehr bei der Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen im Landtag Schleswig-Holstein. Zudem unterstützt er seit 2017 als Regionalmitarbeiter Dr. Ingrid Nestle MdB. Die Teilnahme an den HST ist rein privat. Er ist 52 Jahre alt und fährt zumeist mit dem Umweltverbund aus Rad, Zug und Bus.