Aktuell laufen die Vorbereitungen zu den 25. Horber Schienen-Tagen.

die Resolutionen der Horber Schienen-Tage

12. bis 20. Tagung

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht über die Resolutionen der Horber Schienen-Tagen.



 

Horb a. Neckar,

Resolution der 20. Horber Schienen-Tage

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 19. Horber Schienen-Tage haben vom 21. - 24. November die derzeitige Situation beim Schienenverkehr diskutiert. Sie stellen einen dringenden Handlungsbedarf fest:

Besseres Angebot im regionalen Fernverkehr, Nachbesserung beim neuen Preissystem

Die 19. Horber Schienen-Tage fordern von den Eisenbahnen in Deutschland und den politisch Verantwortlichen: Erhöhung des Marktanteils der Schiene und Verbesserung des Services durch

Bahnreform: Versprechen und Wirklichkeit

Die erklärten Ziele der Bahnreform waren die Erhöhung des Verkehrsanteils der Eisenbahn, eine größere Kundennähe und mehr Service. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus:

Das neue Preissystem der Deutschen Bahn bringt auf kurzen und mittleren Entfernungen weniger Fahrgäste auf die Schiene: Preiserhöhungen durch Reduzierung des BahnCard- Rabattes sowie Wegfall der Vergünstigungen für Jugendliche und junge Erwachsene verlagern den Verkehr auf die Straße.

Durch Umwandlung von Interregios in Intercitys steigen die Preise zusätzlich und treiben gerade im mittleren Entfernungsbereich die Fahrgäste in das jederzeit verfügbare Auto. Die Vorbuchungspflicht für Rabatte ist gerade über mittlere Entfernungen nicht marktgerecht, da hier viele Reisen spontan durchgeführt werden.

Die auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio formulierten Grundsätze der Nachhaltigkeit auch im gesamten Verkehrsbereich sind damit nicht einzuhalten. Durch Einbeziehung der externen Kosten (Belastungen der Allgemeinheit) bei allen Verkehrsmitteln müssen die wesentlichen Verursacher belastet werden.

Die Teilnehmer der 20. Horber Schienen-Tage

 

 

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Resolution der 20. Horber Schienen-Tage


 

Horb a. Neckar,

Resolution der 19. Horber Schienen-Tage

Die Teilnehmer der 19. Horber Schienen-Tage fordern:

Die Teilnehmer der 19. Horber Schienen-Tage

 

 

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Resolution der 19. Horber Schienen-Tage


 

Horb a. Neckar, 25. November 2000

Resolution der 18. Horber Schienen-Tage

Klare verkehrspolitische Zielsetzung gefordert

Die Teilnehmer der 18. Horber Schienen-Tage fordern die Politik auf, klare verkehrspolitische Ziele zu setzen und dafür die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen aller Verkehrssysteme gleichzustellen.

Deshalb muß die Politik insbesondere

Die Teilnehmer der 18. Horber Schienen-Tage

 

 

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Resolution der 18. Horber Schienen-Tage 


 

Horb a. Neckar

Resolution der 17. Horber Schienen-Tage

6 Jahre nach der Bahnreform ist ihr Erfolg gefährdet.

Vernachlässigung des Streckennetzes bis hin zur Unbefahrbarkeit und dramatischer Rückgang der Güterbeförderung kennzeichnen das Bild des Verkehrsträgers Schiene.

Die Teilnehmer der 17. Horber Schienen-Tage fordern daher:

Die Teilnehmer sind enttäuscht darüber, dass die Politik die Zerstörung des Schienennetzes widerstandslos hinnimmt. Die Horber Schienen-Tage fordern alle Verantwortlichen auf, sofort zu handeln.

Die Teilnehmer der 17. Horber Schienen-Tage

 

 

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Horb a. Neckar, den 22. November 1998

Resolution der 16. Horber Schienen-Tage

Mehr Gerechtigkeit für die Bahn

Die Streichpläne bei der DB müssen gestoppt werden

Durch die geplanten Streichungen von Fernverkehrszügen der DB ab dem Sommerfahrplan 1999 wird das Bahnfahren für viele Kunden unbequemer, langsamer und teurer. Rund 200 Eisenbahnexperten aus ganz Deutschland, die an einer Fachtagung in Horb am Neckar vier Tage lang die Probleme der Bahn diskutiert haben, fordern deshalb hiermit die neue Bundesregierung auf, als Eigentümer der Bahn diese verkehrspolitisch fragwürdigen Pläne umgehend zu stoppen. Nach Ansicht von Fachleuten führen die geplanten Einsparungen zu Verlusten von 100 Millionen Mark pro Jahr bei der Bahn und zur massiven Abwanderung von Fahrgästen. Zugleich fordern wir, die Teilnehmer der Fachtagung "Horber Schienentage", von der Bundesregierung die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für den DB-Fernverkehr und die Abschaffung der Mineralölsteuer für den Schienenverkehr, um Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der Bahn zu vermeiden.

Nachdem SPD und Grüne in der Opposition wiederholt eine Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene gefordert hatten, müssen Sie nun in der Regierungsverantwortung dafür sorgen, daß die Bahn mit offensiven Marketingstrategien neue Kunden gewinnt.

Zum Fahrplanwechsel Ende Mai 1999 will die Bahn bekanntlich neben mehreren ICE- und IC-Verbindungen auch das Kern-Netz des Interregio-Systems zerstören. So sollen die Verbindungen Ruhrgebiet-Bremen, Ruhrgebiet-Hannover, Ruhrgebiet- Berlin, die Linien Karlsruhe-Salzburg und Saarbrücken-Lindau entweder gestrichen oder in wirtschaftlich völlig unsinnige Kurzstrecken zerstückelt werden, die über kurz oder lang ebenfalls eingestellt werden. Durch den Wegfall zahlreicher Direktverbindungen müssen viele Kunden zusätzlich mehrmals umsteigen und teurere ICE- bzw. IC-Züge benützen, dafür aber teilweise deutlich längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Ein Beispiel ist die Relation Kaiserslauten-Stuttgart, bei der künftig anstelle einer jetzt umsteigefreien Direktverbindung in Mannheim in einen häufig heute schon überfüllten ICE umgestiegen werden muß. Die Fahrzeit erhöht sich dabei um 15 Minuten, der Fahrpreis steigt um 18 Mark pro Richtung.

Absurd ist die Streichung der Direktverbindungen auch deshalb, weil nach DB-eigenen Analysen, so Experten auf den Horber Schienentagen, drei Viertel der Fernverkehrsreisenden besonderen Wert auf umsteigefreie Direktverbindungen und günstige Fahrpreise legen.. Außerdem betreffen die Streichungen vor allem die am stärksten frequentierten Linien. Dadurch dürfte die Bahn nach Expertenschätzungen jährlich einen zusätzlichen Verlust von 100 Millionen Mark einfahren. Die Experten gehen davon aus, daß als Folge davon mittelfristig das gesamte Interregio-Netz dem Rotstift zum Opfer fällt, wenn sogar die aufkommensstärksten Relationen gestrichen werden. Die Teilnehmer der Horber Schienentage sehen in den Streichplänen gerade bei gut frequentierten Linien einen eklatanten Verstoß gegen das Ziel der Bahnreform, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.

Wir fordern die Bundesregierung auch auf, die Benachteiligung von Fahrgästen und Güterverkehrs-Kunden durch das deutsche Steuersystem schleunigst zu beenden. So müssen die deutschen Eisenbahnen mit 62 Pfennig pro Liter in Europa die höchste Mineralölsteuer für Dieselzüge begleichen. Die deutschen Fahrgäste zahlen für ihre Fahrkarten im Fernverkehr außerdem die höchste Mehrwertsteuer in Europa, nämlich 16 Prozent. In den Nachbarländern werden in der Regel fünf bis sechs Prozent verlangt. Durch eine Steuersenkung könnten die Fahrkarten im Fernverkehr um 10 Prozent billiger werden, wenn wenigstens der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent angewendet werden würde.

Die deutschen Bahnen bezahlen außerdem immer noch einen der höchsten Trassenpreise in Europa für die Benutzung des Schienenweges. Trotz Trassenpreissenkung liegen die Kosten einerseits doppelt so hoch wie in Frankreich oder Italien. Andererseits unternimmt der Geschäftsbereich Netz der Bahn, der für den Unterhalt des Streckennetzes zuständig ist, sehr wenig, um die Anlagen zu modernisieren und zu rationalisieren. Um weitere Verkehrsverlagerungen auf die Straße zu verhindern und die Zukunft der Eisenbahn im Wettbewerb zu sichern, verlangen die Teilnehmer der Horber Schienentage von der Bundesregierung:

Die Teilnehmer der 16. Horber Schienen-Tage

 

 

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Horb a. Neckar, den 22. November 1997

Resolution der 15. Horber Schienen-Tage

Die Ziele der Bahnreform sind in akuter Gefahr

Die Bahnreform sollte mit schlankeren Unternehmensstrukturen und verkürzten Entscheidungswegen den öffentlichen Schienenverkehr bei gleichzeitiger Kostenreduzierung stärken. Sie hat mit neuer unternehmerischen Freiheit der Eisenbahnunternehmen und mit der Übertragung der Verantwortung für den Schienen- Regionalverkehr auf die Länder und Kommunen neue Kräfte freigesetzt.

Kundenorientierung, Komfort und Service im Personenverkehr haben deutlich zugenommen, der Nahverkehr verzeichnet steigende Fahrgastzahlen durch verbesserte Angebote, weitere Ausbaupläne wurden von vielen Kommunen und Ländern mit großen Erwartungen begonnen.

Wir beobachten jedoch:

Diesen hoffnungsvollen Ansätzen stehen in der Praxis wesentliche Hindernisse entgegen: Die Bahnreform hat Strukturen geschaffen, die ihren Zielen entgegenwirken. Der DB AGGeschäftsbereich Netz soll die Schienenwege wirtschaftlich betreiben. Dies führt zu Fehlentwicklungen:

Solche Fehlentwicklungen dürfen nicht länger hingenommen werden. Schieneninfrastruktur gehört zur Daseinsfürsorge und darf nicht Spielball der Interessen eines Wirtschaftsunternehmens bleiben.

Die Teilnehmer der 15. Horber Schienen-Tage fordern:

Die Teilnehmer der 15. Horber Schienen-Tage

 

 

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Horb a. Neckar, 25. November 1995

Resolution der 13. Horber Schienen-Tage

Verkehrsexperten fordern den Erhalt der Infrastruktur

900 Stunden vor der Regionalisierung haben die Teilnehmer der 13. Horber Schienen-Tage die ersten Auswirkungen der Bahnreform bewertet. Der bevorstehende Übergang der Verantwortung für den Nahverkehr vom Bund auf die Länder hat Bewegung in die Verkehrspolitik gebracht. Sichtbares Zeichen sind die neuentwickelten Fahrzeuge, die den Regionen ein kostengünstiges und attraktives Angebot ermöglichen.

Allerdings läßt die beginnende Umsetzung des Regionalisierungsgesetzes eine Reihe von Unannehmlichkeiten und Nachteilen für die Benutzer des öffentlichen Verkehrs erkennen und weitere erwarten. Es zeichnet sich ab, daß Verkehre an Kreis- und Ländergrenzen gebrochen werden und daß der Abbau von Schienen und Verkauf von Grundstücken die Fortentwicklung der Bahn nachhaltig gefährdet. Der Bund ist nach wie vor gegenüber den Bürgern verpflichtet, ein bundesweit verfügbares Schienennetz und Verkehrsangebot sicherzustellen. Dies ist zur Aufrechterhaltung der Attraktivität des Standorts Deutschland unerlässlich.

Der Bund muß daher die Länder veranlassen,

Infrastrukturmaßnamen wirken langfristig, ein Verkauf von Verkehrsflächen ist praktisch nie mehr rückgängig zu machen. Eine vorübergehende Verbesserung der Bilanz eines Bundesunternehmens ist gegenüber der langfristigen Daseinsvorsorge von untergeordneter Bedeutung.

Der Staat muß deshalb Rahmenbedingungen setzen, um betriebliche und technische Innovationen zu fördern, die insgesamt zur stärksten Verringerung des Primärenergieeinsatzes führen und die Spitzenstellung der deutschen Industrie im Bereich der Nahverkehrstechnologie dauerhaft sichern. Die Mittel, die der Bund über das Regionalisierungsgesetz zahlt, sind deshalb so einzusetzen, daß die Verkehrsbedingungen nachhaltig verbessert werden.

Die Teilnehmer der 13. Horber Schienen-Tage

 

 

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Resolution der 12. Horber Schienen-Tage

Bahnfahren wird zum Luxus:

Hohe Strecken-"Maut" für Zugstrecken gefährdet vor allem den Nahverkehr

Die Teilnehmer der 12. Horber Schienentage (HST) begrüßen die bevorstehende Regionalisierung des Bahnverkehrs als Chance für ein wesentlich attraktiveres Zugsangebot auch in der Region. Sie beobachten jedoch mit großer Sorge, daß die geplanten hohen Benutzungsgebühren (Trassenpreis) diese Chance zerstören und als Folge davon genau das Gegenteil erreicht wird; sie befürchten eine Stillegung von Schienenstrecken in bisher noch nicht gekanntem Ausmaß.

Die Teilnehmer der HST fordern daher von den politisch Verantwortlichen, noch vor dem Inkrafttreten der Regionalisierung am 1.1.96 diese Benachteiligung der Bahn zu beseitigen. Der politische Beschluß, daß die Bahn sämtliche Aufwendungen für das Schienennetz einschließlich aller Nebenkosten im vollen Umfang erwirtschaften soll, kann erst dann gelten, wenn für die Straße die gleichen Vorgaben gelten.

Straße und Schiene müssen zu gleichen Bedingungen zur Verfügung gestellt werden. Daraus ergibt sich: Die Kosten für die Benutzung des Schienenweges dürfen nicht, wie vorgesehen, höher sein als die Kosten für die Benutzung der Straße. Der Bund muß die Gesetze so ändern, daß Straßen und Schienenverkehr in gleicher Weise besteuert werden, Solange für Straße und Schiene nicht die gleichen Vorgaben gelten, hat der Bund die Pflicht, den Unterhalt des Schienenweges zu sichern.

Die vom Schienenverkehr schon heute bezahlte Mineralölsteuer ist dabei anzurechnen. Die Horber Schienentage stellten fest, daß die derzeit gültigen Trassenpreise der DB (Mautgebühren für jeden einzelnen Zug), das Zugangebot in der Region nicht verbessern, sondern im Gegenteil erheblich verschlechtern.

Die geplanten Benutzungsgebühren von 8 bis 15 Mark pro Kilometer für jeden einzelnen Zug machen den Schienenverkehr für Städte und Landkreise unbezahlbar.

Bei einer nur 20 Kilometer langen Nebenbahn mit einem attraktiven Taktangebot (20 Züge je Tag und Richtung) kostet pro Jahr beispielsweise nur die Benutzung der Strecke mehr als vier Millionen Mark, Linienbusse zahlen dagegen keine Kfz-Steuer.

Selbst dem ICE-Verkehr drohen abends und am Wochenende drastische Einschränkungen, denn jede einzelne ICE-Fahrt von Hamburg nach München würde alleine 18.000 Mark an Strecken-"Maut" für den Betreiber kosten. Es müßten also nur zur Deckung der Schienennutzungsgebühr 440 Fahrgäste im Zug sitzen, d.h. zwei Drittel der Sitze müßten besetzt sein.

Die Bahnreform stand unter dem Motto der Chanchengleichheit von Straße und Schiene. Das Gegenteil wurde erreicht.

Die Teilnehmer der 12. Horber Schienen-Tage

 

 

Diese Resolution ist auch als pdf-Datei erhältlich.


  2007: 25. HST

  2006: 24. HST

  2005: 23. HST

  2004: 22. HST

  2003: 21. HST

  1994 - 2002: 12. - 20. HST

   * 2002: 20. HST

   * 2001: 19. HST

   * 2000: 18. HST

   * 1999: 17. HST

   * 1998: 16. HST

   * 1997: 15. HST

   * 1996: 14. HST

   * 1995: 13. HST

   * 1994: 12. HST

  1983 - 1993: 1. - 11. HST

 

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